Das Madlenerhaus


Das Madlenerhaus Das Madlenerhaus Das Madlenerhaus
Die Berghütte liegt 60 Meter unterhalb der Bielerhöhe in Vorarlberg, westlich unterhalb der Staumauer des Silvretta Stausees. Die Hütte ist ein ideales Ausflugsziel für Familien, Bergsteiger, Wanderer, Radfahrer und Motorradfahrer.

Wir bieten 60 Betten (Einzel- Doppel- Mehrbettzimmer) und 24 Lagerplätze.
In unserer gemütlichen Gaststube und auf der Sonnenterasse befinden sich ca. 100 Sitzplätze wo den ganzen Tag Spezialitäten aus Tirol und Vorarlberg gekocht und serviert werden!

Geschichte

Das Madlenerhaus ist eine Berghütte, die bis 2012 der Sektion Wiesbaden des DAV gehörte. Es liegt etwa 60 m unterhalb der Bielerhöhe in Vorarlberg, Österreich auf einer Höhe von 1986 m ü. A. westlich unterhalb der Staumauer des Silvretta-Stausees

1878, vier Jahre nach dem Amtsantritt des Bregenzer Alpinisten Andreas Madlener, dem dritten Obmann in der Geschichte der Sektion Vorarlberg des Österreichischen Alpenvereins, wurde der Plan gefasst, zur besseren Erschließung der Silvretta eine Schutzhütte am Vermuntgletscher zu bauen. Die Sektion Vorarlberg begann 1882 mit dem Bau der Vermunthütte. Da Andreas Madlener im Jahr der Fertigstellung der Vermunthütte am 14. März verstarb, wurde diese am 24. August 1884 unter dem Namen Madlenerhaus eröffnet. Die Sektion geriet unter dem neuen Obmann Heinrich Hueter Jahre später in finanzielle Schwierigkeiten und war im Juni 1906 gezwungen, das Haus für 2000 Mark an die Sektion Wiesbaden des DAV zu verkaufen, die das Haus bis 2012 betrieben hat. Mit dem Kauf war die Auflage verbunden, den Namen beizubehalten. Ein Rückkauf war nicht mehr möglich. 1908 wurde ein Bettenhaus angebaut. Im selben Jahr kam es am Madlernerhaus zu Schäden durch einen Föhnsturm. In den Jahren 1926 und 1974 wiederholten sich diese Schäden. Ernest Hemingway war im Winter 1925/26 zusammen mit seinem Schrunser Skilehrer Lent mehrfach zu Gast. Das Haus fand in seinem Roman Schnee auf dem Kilimandscharo Erwähnung, als er sich an die Woche im Jahr 1925 zurückerinnert, in der er mit Lent auf der Hütte Poker spielte. 1927 wurde eine Giebelseite bei einem Unwetter zerstört. Bei der Instandsetzung wurde zugleich das Dachgeschoß ausgebaut. Von 1939 an wurde das Madlenerhaus kriegsbedingt zweckentfremdet.
Beim Bau des Silvretta-Stausees wurde durch die Vorarlberger Illwerke zwischen Madlernerhaus und der entstehenden Staumauer eine Bausiedlung errichtet. Diese Siedlung trägt seitdem die Bezeichnung Silvrettadorf. Seit 1952 konnte die Hütte wieder touristisch genutzt werden. Im Jahr 1980 wurde das Gebäude durch Brand beschädigt. Am 31. Oktober 2001 kam es zu einem Großbrand, bei dem das Madlernerhaus zu zwei Dritteln zerstört wurde. Es konnte erst im Juni 2003 wiedereröffnet werden. Der Wiederaufbau mit Erweiterung (Querbau mit Sanitärräumen und neuer Bettenbau) kostete rund 1,4 Millionen Euro. Die Sektion Wiesbaden hat die Hütte mit Wirkung zum 1. Januar 2013 an die Vorarlberger Illwerke verkauft.